Netzwerk ist Jetztwerk

 

Mal angenommen Du möchtest in diesem Jahr noch jemanden kennen lernen. Was tust Du?

Du schaust in Deinen Kleiderschrank.

Du gehst shoppen.

Du lässt Dich beraten, weil Du ein neues Parfum möchtest. Empfiehlst möglicherweise noch Deiner Freundin diese Parfümerie, die Boutique oder den Sportverein.

Du gehst zum Friseur, zur Kosmetik, zur Enthaarung, zum Sport.

Du erzählst Deinen Freunden und Bekannten und Arbeitskollegen von Deinem „Projekt“.

Du fragst Deine Freundin, ob sie mit Dir ausgeht, spendierst ihr möglicherweise sogar den Abend. Du erkundigst Dich nach Locations, die es anzufahren lohnt Du schaust in das Tagesblatt, welche Events so anstehen.

Du redest mit Arbeitskollegen und versuchst dabei heraus zu hören, wohin sie denn so gehen an den Wochenenden.

Du tankst vorher, ziehst Dich toll an, sorgst dafür, dass Du Dich gut fühlst. Richtig? Siehst Du!
Du hast bereits genetzwerkt.

Du hast richtig investiert, Du hast gegeben und gegeben. Gut gemacht

Und genau so solltest Du ab sofort immer vorbereitet sein

Und warum, verdammt nochmal, fängst Du mit dem Netzwerken erst an, wenn Du die Homepage erstellt hast, das Ladenlokal gemietet hast, die Renovierung abgeschlossen ist, die Visitenkarten fertig sind, der Blog aufgebaut ist?

Kannste mir auch nicht  sagen, stimmt´s?

 

JETZT NIMM…

Deinen Mut zusammen und leg los.

Du weißt doch wie es geht.

Du hast Dich beraten lassen, die richtigen Fragen gestellt, die richtigen Leute angesprochen, die richtigen Locations gefunden und sogar jemanden, den Du mitnehmen kannst, damit Du „gut dastehst“ an diesen Abenden. Du hast alles getan, um loslegen zu können!

Genau so machst Du das mit dem Netzwerken auch.

Und zwar ganz genau so.

Denk vorher darüber nach, wer kann Dir helfen und dann hilf diesem Menschen zuerst.

Verknüpfe ihn, vernetze ihn, empfiehl ihm etwas, sende den Link eines weiterführenden Buchs mit einem netten, unaufdringlichen Gruß.

Informiere ihn über UnternehmerInnen-Treffen Deiner Stadt. Verschaffe jemandem einen Gastauftritt als Redner oder Gastdozent oder Sänger oder Leser… Melde Dich selbst als Gastdozent oder frage ob Du als Gasthörer dabei sein darfst (nimm Kekse mit)

Erstens, so wirst Du gefragt, warum Du Dich für dieses Thema interessierst, zweitens, Du netzwerkst gerade, drittens, Du kannst Deinen Elevator Pitch oder Deine Bitte oder Dein Projekt vorstellen.

Überlege Dir bitte vorher, was Du antworten möchtest, falls Dich jemand anspricht: „Und, was machst Du so“?.

Oder: Oh, Sie sind auch aus der Finanzbranche?“

Das sind Deine Aufhänger, besser geht es nicht und ja völlig

OLDSCHOOL

hast Du natürlich eine Karte mit Deinen Kontaktdaten oder Flyer oder aussagekräftige Give aways mit.

Mit all Deinen Kontaktdaten: Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn… Telefon, Handy, E-Mail.

Schließlich sollen sich andere an Dich erinnern können.

Und Du schaust sogar in Dein E-Mail Postfach.

Du glaubst gar nicht, wie viele UNTERNEHMER ich kenne, die mir sagen: „och nö, mit Mails hab ich es nicht so“. Da gucke ich eigentlich nie rein. Selbst Firmen, die ihre Mailadresse auf der Homepage angegeben haben, schauen dort nicht hinein.

Das ist ein solch großer Fauxpas, dass es einen ganzen Blogartikel wert wäre.

Sprich auch in der Druckerei (Friseur, Kosmetik, Lebensmittelgeschäft, Kneipe, Restaurant) über das, was Du zu tun gedenkst.

Auch beim Bäcker, sag doch: „ich brauche 10 wunderbare Brötchen für meine Mastermind-Gruppe oder 10 Hefeteilchen für meinen Unternehmerinnenstammtisch, liefern Sie auch belegte Schnittchen?“

Ja, auch wenn Du weißt, dass sie es nicht tun, es geht darum, sich ins Gespräch zu bringen, neugierig zu machen.

Das geht über eine nette Frage besser als über ein aufdringliches  „hey, hört mal was ich vorhabe…“

 

Und aus diesem Grunde. Netzwerke immer und überall.

Aber sei freundlich, gib zuerst, denke nicht nur an Deinen Vorteil.

Lenke Dein Mindset schon vorher auf diese Fragen

  • Wen lerne ich wohl heute Interessantes kennen?
  • Was kann ich aus dem Gespräch an Lernerfahrung mitnehmen?
  • Kann es ein wertvoller Kontakt für uns beide werden?

Was kann ich diesem Kontakt in diesem Moment geben?

(und sei es ein Lächeln)

Möglicherweise nimmst Du aus dem Gespräch nicht so viel mit, – na und – dann hattest Du ein nettes Gespräch, Zeitvergeudung ist es in nie! Und wer weiß, wie es Dein Gegenüber empfindet und an wen er Dich mal empfiehlt. Du darfst Dich einfach so verknüpfen, ganz ohne Hintergrund und ohne Selbstzweck. Übrigens, das macht am meisten Spaß.

Stellst Du Dir am Abend die Frage, was der Tag Dir gebracht hat, dann ploppt vielleicht die Erinnerung an einen sehr sympathischen Menschen oder Ort auf. Wunderbar.

Und vergiss nicht, Du selbst solltest Dir auch Notizen zu den Menschen und Orten machen, die Du heute kennen gelernt hast, denn richtig Netzwerken heißt in erster Linie, DU machst es richtig. Schließlich möchtest Du Dich doch auch an einen Gesprächspartner erinnern, der tatsächlich eine Nachricht in Deiner Inbox hinterlässt.

Nichts ist peinlicher als das Nachdenken darüber, woher kenne ich den, wo könnten wir uns getroffen haben, wer war das nochmal?

Kleiner Tipp:

erhältst Du eine Visitenkarte von jemandem, notiere Dir hinten das Datum und den Ort und schon ist das Problem gelöst.

 


Ninjagruß

Elke Dola Mindset-Ninja für Körpersprache, Kommunikation und Ausstrahlung, gepr. psych. Beraterin/Coach (Dr. Migge), Wirksamkeitstrainerin, Dozentin, Trainerin, zert. Referentin Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit (DAPR), Inhaberin der Onlineakademie Akademiedigital, Texterin für Homepages, Firmenphilosophien, Kolumnen und Bewerbungen, Partnerin bei Coach Success (Christina Emmer), Nougatesserin und Motorradfahrerin, Freigeist und Klartextsprecherin

 

Netzwerk ist Jetztwerk
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Ein Gedanke zu „Netzwerk ist Jetztwerk

  • 11. Mai 2017 um 11:14
    Permalink

    Liebe Elke,

    was für ein wunderbarer Artikel über das Netzwerken, wie sein kann, wenn du selber einfach Freude daran hast dich zu verknüpfen, Menschen kennenzulernen und wirklich zuzuhören.

    Genau dann, wenn dieses furchtbar krampfhafte und rein ergebnisorientierte Sammeln von Kontakten wegfällt, fängt Netzwerken an, Spaß zu machen.

    Ein Pflicht-Artikel für alle, die glauben Netzwerken sei unangenehm, oberflächlich und anbiedernd.

    Herzliche Grüße

    Claudia

    Antworten

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